Jetzt ist die Katze aus dem Sack. Uns liegt das Konzept vor, mit dem der Flugplatz EDXY Wyk auf Föhr fit für die Zukunft gemacht werden soll. Entwickelt haben es die drei Investoren Prof. Dr. Frederik Paulsen, Dirk Lehmann und Dr. Matthias Redlefsen, alles erfolgreiche Unternehmer, die sich eng mit der Insel Föhr verbunden fühlen. Sie haben sich in der Wyker Aviation GmbH vereint.
Die Stadt Wyk und die Reederei WDR hatten die Start- und Landebahn 09/27 schließen und dort einen Wohnmobilplatz errichten wollen. Wegen ihrer Ost-West-Richtung ist sie aus Sicht der Piloten aber viel sicherer als die Bahn 02/20.
Die Investoren wollen beide Landebahnen erhalten und ertüchtigen und sehen sich damit im Rahmen der bestehenden luftverkehrsrechtlichen Genehmigungen. Die Bahnen sollen umweltverträglich so befestigt, dass neben der privaten Fliegerei auch gewerbliche Flüge zugelassen werden können (namentlich Charterflüge, Rundflüge und Passagiertransporte im Bedarfsverkehr). Die Tankstelle auf dem Platz wird umweltverträglich neu aufgebaut. Seit kurzem können dort Elektro-Flugzeuge „betankt“ werden – dank eines besonderen Einsatzes des ehemaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen.
Restaurant, Hangar und Towergebäude seien aus baulicher Sicht nicht zu erhalten und müssten neu errichtet werden. Gebäude sollen ihren Energiebedarf mit Photovoltaik-Anlagen autark decken können. In den Gebäuden sollen Warteräume geschaffen werden, außerdem Räume, in denen die Crews ihre Flüge vorbereiten können. Angedacht ist, Büros für Betriebe zu schaffen, die eng mit der Luftfahrt verbunden sind, etwa Flugmedizin, Simulatorbetrieb, Charter- und Rundflugunternehmen.
Auf den Grünflächen soll die inseltypische Artenvielfalt von Flora und Fauna erhalten und gefördert werden. Ein starker Akzent werde auf die touristische Attraktivität gelegt. Räume im Restaurant werden demnach erneuert, der Spielplatz wieder aufgebaut und ein Fahrradparkplatz mit Servicestation geschaffen.
Als Fazit empfehlen sich die Investoren mit ihrer Wyker Aviation GmbH vor allem mit diesen Argumenten als neue Betreiber des Platzes: Modernisierung durch privates Kapital, professionelles Management und langfristige Sicherung des Standortes, einschließlich seiner wirtschaftlichen Bedeutung für die ganze Insel. Sie betonen zudem, dass dadurch „schnellstmöglich“ der städtische Haushalt entlastet werden könnte.
Birger Bahlo