Anton Schlenger-Evers vor seiner Triumph Spitfire GT6 – Foto: Jens Neumann
Sieht aus wie ein Formel-1-Rennwagen, und in ihm steckt die Beschleunigungskraft eines Elektromotors – Hingucker wie diesen gibt es in Hülle und Fülle bei den Classic Motor Days, die am Sonnabend, 2. Mai, auf dem Flugplatz Husum-Schwesing veranstaltet werden. Von 9 bis 17.30 Uhr geht es auf der Startbahn und den Taxyways andauernd rund. Doch die Aufgabe ist nicht, als Erster im Ziel zu sein, sondern möglichst elegant und gleichmäßig die vielen Kurven zu nehmen. Streckensprecher kommentieren diese Wertungsläufe, bei denen bemerkenswerte Oldtimer-Rennwagen vergangenen Zeiten ihren Auftritt haben.
Ein Höhepunkt dürften die Runden sein, die der Local Hero Holger Christian (69) aus Husum und weitere Kollegen aus den Nachbarkreisen auf ihren Renngespannen drehen. Holger Christian und seine Frau sind in der Region als Gründer des Küchenstudios in Arlewatt bekannt, das sie nach 25 Jahren verkauft hatten. Er fährt seit 33 Jahren ein Gespann von BMW, das 1967 in Schweden gebaut wurde. Halb Europa zwischen Holland und Tschechien hat er mit der Maschine bereist, nahm an vielen legendären Sandbahnrennen teil, war über viele Jahre Rennleiter im MSC Jübek. „Wir haben etwa halbe-halbe an Rennen und an Gleichmäßigkeitsfahrten teilgenommen“, erzählt er.
Bei jedem Motorsportfan lässt der Opel Kadett C GTE (Bj. 1978) von Holger Knaack (64) aus Krumstedt (Dithmarschen) die Herzen höherschlagen. „Das Fahrzeug wurde für die Straßenrallye-Zulassung als 1.000er-Serie gebaut, alle gelb-weiß lackiert.“ Damit ist der schnittige Oldtimer eine echte Rarität
Oder wie wäre es mit einem Blick auf den Porsche 356 von Volker Weber, den Alfa Romeo GTV6 von Frank Keller oder die Rallye-Legende Lancia Delta Integrale EVO1 von Norbert Vollath? Der knallrote 210-PS-Flitzer könnte das Fahrzeug in unter sechs Sekunden von null auf 100 Stundenkilometer beschleunigen, doch darauf legen die Teilnehmer gar keinen Wert. Ihnen ist das Understatement lieber, sie wollen gar nicht auf die Tube drücken, sondern ihre hochwertigen Fahrzeuge sportlich bewegen.
Anton Schlenger-Evers, Vorsitzender des Vereins Classic Motor Days mit Sitz in Elmshorn, schildert das Szenario auf dem Husumer Flugplatz, das sich bei der Großveranstaltung bietet. Wer über die Straße Am Flugplatz zwischen Schwesing und der B 200 anreist, findet gleich hinter dem Tor reichlich Parkplätze vor. Der Husumer Sicherheitsdienst Kruppa sorgt am Eingang für Ordnung, auf dem Gelände ist ein knappes Dutzend Ordner unterwegs, um den Gästen die sicheren Wege zu weisen. Ein Anziehungspunkt dürfte das große Fahrerlager sein, in dem jeder in Pausen mit den Fahrern fachsimpeln oder seine Fragen zu den historischen Fahrzeugen und den nächsten Veranstaltungen stellen kann. Vielseitig ist zudem das Catering, das für alle Geschmacksrichtungen was zu bieten hat. Schlenger-Evers war als Ingenieur weltweit tätig, ist im Besitz mehrerer selbstrestaurierter Oldtimer-Automobile und ist leidenschaftlicher Oldtimer-Rennsportfahrer und Organisator.
Für jede Menge Spaß sorgt „Klaun A“, das Maskottchen des Vereins. Unterwegs auf einer Mofa sorgt der Clown ständig für viel Spaß, greift mit der Starterflagge gelegentlich ungefragt ins Geschehen ein und lenkt die Gäste immer wieder mit seinen witzigen Kommentaren ab. Dahinter verbirgt sich Almuth Evers, Anton Schlenger-Evers’ Partnerin. „Ich werde einfach für gute Laune sorgen und mit kindlicher Neugier das Geschehen aus meiner Sicht beschreiben.“
< Classic Motor Days: Sonnabend, 2. Mai, von 9 bis 17.30 Uhr auf dem Flugplatz Husum-Schwesing mit Oldtimer-Rundstrecke, Fahrerlager, Oldtimer-Parkplatz und Catering. Besucher-Tickets: 10 Euro zzgl. Gebühren bei Eventim light. Kinder bis zwölf Jahre zahlen keinen Eintritt. Parkplätze stehen kostenfrei zur Verfügung. Informationen im Internet: www.classicmotordays.de
Bildtexte:
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Klaun A, alias Almuth Evers, macht jede Menge Späßchen.
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Anton Schlenger-Evers’ Triumph Spitfire GT6
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Anton Schlenger-Evers (li.) mit Formel-1-Legende Hans-Joachim Stuck bei einer Veranstaltung 2018.
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Holger Christian und Kollegen drehen Runden mit ihren Renngespannen.
Fotos: Horst Doering